Mein Lieblingsrezept: der „Bätscher“
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Mein Lieblingsrezept: der „Bätscher“

Unser FLÜWO-Nachwuchs stellt ein leckeres Hefeteiggebäck vor. Der „Bätscher“ passt zu allen Gelegenheiten und lässt sich vielseitig zubereiten.

In der Corona-Zeit kommt etwas Abwechslung zu Hause gerade recht und es macht Freude, neue Dinge auszuprobieren. So auch in der Küche: Wenn Sie Lust auf frischen Wind am Esstisch haben, sollten Sie das Lieblingsrezept unserer Auszubildenen Jennifer Schade unbedingt ausprobieren! Unser FLÜWO-Nachwuchs stellt im Folgenden ein leckeres Hefeteiggebäck vor. Außerdem erfahren Sie, was der „Bätscher“ mit der schwäbischen Gemeinde Holzmaden zu tun hat.

Rezepttipp vom FLÜWO-Nachwuchs

Mein Name ist Jennifer Schade und ich mache seit September 2019 bei der FLÜWO eine Ausbildung zur Immobilienkauffrau. Im Rahmen der Ausbildung habe ich auch in der Redaktion des Mietermagazins „Blickpunkt“ mitgeholfen – und diesen Artikel geschrieben.

Eines meiner Hobbys ist das Kochen und Backen. Da ja im Moment ein Großteil der Freizeit in den eigenen vier Wänden stattfindet, bietet es sich an, den Speiseplan mal durch neue kulinarische Köstlichkeiten zu beleben. Vielleicht haben Sie Lust, mein Rezept auszuprobieren?

Der „Bätscher“

Da ich in meiner Freizeit gerne in der Küche aktiv bin, stelle ich heute eines meiner Lieblingsrezepte vor. Es handelt sich um ein Hefeteigrezept für jeden Tag: Ob als Beilage zum Grillen, als Snack für Gäste oder einfach so für zwischendurch – der „Bätscher“ passt zu vielen Anlässen und ist sehr lecker. Bereits während des Backens zieht ein angenehmer Duft durch den Raum, der Vorfreude und Lust auf mehr macht. Doch zunächst möchte ich ein bisschen zur Geschichte des „Bätschers“ erzählen.

Der „Bätscher“ ist ein leckeres Hefeteiggebäck. Vom Flachdrücken („Bätschen“) des Teigs bekam das Hefegebäck seinen Namen.
Der „Bätscher“ ist ein leckeres Hefeteiggebäck. Vom Flachdrücken („Bätschen“) des Teigs bekam das Hefegebäck seinen Namen.

Hefeteigrezept mit Geschichte

Viele fragen sich jetzt sicherlich: Was sind denn „Bätscher“? Als Hintergrund muss man dazu wissen, dass ich aus einer kleinen Gemeinde im Vorland der Schwäbischen Alb im Landkreis Esslingen komme. Dort bin ich aufgewachsen, und wurde so ganz automatisch ein Teil der sogenannten „Bätscherfamilie“. In meinem Heimatort Holzmaden findet alle drei Jahre das traditionelle „Bätscherfest“ statt. Dabei handelt es sich um ein Dorffest mit Essens- und Getränkeständen, zu denen traditionell auch der „Bätscherstand“ gehört. Wenn alle gemütlich bei diesem Fest zusammensitzen, darf der „Bätscher“ als kulinarische Ergänzung auf keinen Fall fehlen, denn das Hefeteiggebäck gilt als die Spezialität der Holzmadener. Der „Bätscher“ ist ein pizzaartiges Brotgebäck in einer ovalen Form. Er wird mit Schmand bestrichen und kann je nach Belieben belegt werden. Mein Favorit ist die herzhafte Variante mit Schinkenwürfeln, Schnittlauch, Zwiebeln und/oder Kümmel, aber auch ein süßer Belag ist möglich.

Gebäck mit lustigem Namen

In anderen Regionen wird unser „Bätscher“ auch „Dätscher“ genannt, wie zum Beispiel in Notzingen bei Kirchheim unter Teck. In Hepsisau, einem Teilort von Weilheim an der Teck, wird zum Dorffest am ersten Sonntag im September ebenfalls ein „Bätscher“ gebacken. Doch woher kommt nun eigentlich der Name? Um diese Frage zu klären, habe ich mich an die Landfrauen gewandt. Die wussten zu berichten, dass das Flachdrücken („Bätschen“) des Teigs namensgebend war. Im Übrigen wird auch der Ortskern von Holzmaden aufgrund seiner Form als „Bätscher“ bezeichnet.

Viel Spaß beim Ausprobieren und guten Appetit!

Der „Bätscher“ Zutaten

Der „Bätscher“: Zutaten für ca. 15 Stück (je nach Größe)

Teig:

500 g Mehl
20 g Hefe oder 1 Päckchen Hefe
¼ l Milch
1 TL Salz
80 g Butter oder Margarine
1 Prise Zucker
Soße:
1 Becher Schmand
1 Ei
Salz
Belag:
Je nach Geschmack
Meine Empfehlung: Schinkenwürfel,
Schnittlauch und/oder Kümmel
Zubereitung:
Arbeitszeit: ca. 30-45 Minuten
Ruhezeit: ca. 1 Stunde
Gesamtzeit: ca. 1 Stunde 45 Minuten

Aus den Zutaten einen Hefeteig herstellen und 1 Stunde gehen lassen. Ein Stück Hefeteig entnehmen und zu einem Oval oder Kreis flachdrücken. Den Schmand mit dem Ei und dem Salz verrühren. Jeweils 1 EL vom Schmand auf einen „Bätscher“ geben und nach Wunsch mit Schinkenwürfeln, Schnittlauch und/oder Kümmel belegen. Den Backofen auf 180 Grad Umluft vorheizen und ca. 15 Minuten backen.

Tipp: Der „Bätscher“ ist fertig, wenn er hohl klingt (von unten dagegenklopfen).

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